Andrea Ott & Martina Schuldt: Wie Beiersdorf Skalierung und Authentizität zusammenbringt
Wie ein Jobsharing Duo das Corporate Influencer Programm eines Weltkonzerns von 15 auf 72 Botschafter in 26 Ländern skalierte, ohne die Authentizität zu verlieren. Über Plug and Play, kulturelle Unterschiede und die richtigen KPIs.
Links aus der Episode:
- Andrea Ott ist Global Head of Employer Branding bei Beiersdorf https://www.linkedin.com/in/martina-schuldt-ba682a198/
- Martina Schuldt, Global Head of Employer Branding (Job Share), Beiersdorf AG, LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/martina-schuldt-ba682a198/
- Sophie Rickmann auf LinkedIn https://www.linkedin.com/in/sophierickmann/
- Corporate Influencer Club auf LinkedIn https://www.linkedin.com/groups/12274970/
Um was ging es in der Episode?
Sophie Rickmann spricht mit Andrea Ott und Martina Schuldt, die sich im Job Sharing die Rolle Global Head of Employer Branding bei Beiersdorf teilen und dort gemeinsam als Anmar auftreten. Sie erzählen, wie sie das Corporate Influencer Programm des Konzerns aus einem Hamburger Piloten mit 15 Mitarbeitenden zu einer globalen Community mit aktuell 72 Botschafterinnen und Botschaftern in 26 Ländern entwickelt haben. Im Zentrum stehen die Balance zwischen Skalierung und Authentizität, kulturelle Unterschiede in der internationalen Steuerung, die Einbindung von Vorstand und Führungskräften, Motivation und Dranbleiben sowie der Umgang mit KPIs zwischen Content Impact und Business Impact.
Fünf wichtigste Erkenntnisse
- Geteilte Verantwortung statt geteilter Aufgaben ist das tragende Prinzip erfolgreichen Jobsharings im Programmmanagement.
- Ein Pilot sollte bewusst divers besetzt werden, nach Hierarchie, Funktion und Herkunft, um die Bandbreite der Organisation abzubilden.
- Globale Skalierung gelingt über ein Plug and Play Konzept mit fertigen Materialien, das lokalen Teams Aufwand abnimmt.
- Programmgröße hat eine natürliche Obergrenze, Community und Peer Austausch funktionieren nur bis zu einer bestimmten Größe wirklich gut.
- KPIs sollten intern zur Steuerung dienen, dürfen den Mitarbeitenden gegenüber aber nie als Druckmittel kommuniziert werden.
Drei größte Wins
- Interner Stolz und Sichtbarkeitseffekt, Kolleginnen und Kollegen werden intern neu wahrgenommen, was Silos aufbricht.
- Ein einzelner Corporate Influencer erzeugte durch seine Aktivität messbaren Business Impact für ein großes Firmenevent.
- Mitarbeitende erzielen pro Person eine deutlich höhere Reichweite und ein stärkeres Wachstum als das Unternehmensprofil.
Drei Gefahren oder Risiken
- Zu schnelles Wachstum kann Community Qualität und persönlichen Austausch verwässern.
- Ohne klare Top Down Rückendeckung geraten Mitarbeitende zwischen die Fronten mit ihrer direkten Führungskraft.
- Perfekte, KI generierte Sprache gefährdet langfristig die Authentizität einzelner Stimmen.
Drei typische Fehler
- Zusätzliche Formate und Extra Sessions einführen, ohne die ohnehin knappe Zeit der Mitarbeitenden zu berücksichtigen.
- Vorstand und Führungskräfte nicht früh und aktiv einbinden, bevor das Programm skaliert wird.
- Wachstum um des Wachstums willen anstreben, statt die tragfähige Programmgröße zu hinterfragen.
Anekdote
Als Motivationsboost testen Andrea und Martina gerade eine kleine Challenge. Wer in drei Wochen die meisten neuen Follower gewinnt, bekommt ein Lunch mit dem Vorstand. Martina schlägt lachend vor, stattdessen eine Geschenkbox anzubieten, aus der man sich etwas aussuchen darf, denn ein Mittagessen mit dem Vorstand kann Motivation und Herausforderung zugleich sein.
Wo gibt’s uns?
Hier bekommst Du den Podcast:
- Podpage: https://corporateinfluencerpodcast.de
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